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Das Schloß erhebt sich ca. 40 m über dem Ketzerbachtal und war der Ursprung des Ortes Schieritz. Erbaut wurde das Schloß unter dem damaligen Besitzer Hannß von Schleinitz zwischen 1556 und 1601.
Vor Errichtung des Schlosses existierte auf diesem Platz eine frühere Burg des Dominus Conradis, des Konrad von Schleinitz, etwa um 1260. Bis zum Abriss dieser Burg und Errichtung des Schlosses, war es Rittergut und Wohnsitz unterschiedlicher Besitzer. Mit George von Schleinitz ging 1549 das damalige Gut in den Besitz des Adelsgeschlechts von Schleinitz über. George von Schleinitz war es auch, der im Jahre 1545 das Dorf Zehren aus dem Besitz des Kurfürsten von Sachsen gegen einen Erbzins erkaufte.
Fast 300 Jahre waren die Schleinitzer Besitzer des Schloßes und Rittergutes Schieritz. Davon zeugt am Schloss noch heute das Wappen der "Schleinitzer" mit den drei Rosen.
Zum Rittergutsbesitz gehörten die Schlossmühle (Mühle Schieritz), die Schlossbrauerei, die Schlossgärtnerei, eine Brennerei, ein Steinbruch, eine Schäferei und die Fischereirechte im Ketzerbach.

Nach dem 2. Weltkrieg und der Enteignung der Besitzer befand sich das Schloss bis 1951 in Treuhand des Sächsischen Landesverwaltung und beherbergte vor allem vertriebene Familien aus Schlesien, Ostpreußen und dem Sudetenland. Zuletzt nutzte es die "Hochschule der LPG Meißen"; der Lehrbetrieb wurde 1990 eingestellt.
Das Schloß befindet sich heute im privaten Besitz.

Architektonisch wird das Schloss mit dem hohen Walmdach von Zwerchhäusern (kleine Erker) durchbrochen, denen Renaissance-Gibel vorgesetzt wurden. Der Hauptteil, das frühere Herrenhaus, und der gequaderte Sandsteinbau des Turmportals sind die ältesten Bauteile. Erwähnenswert ist auch das in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts entstandene Wirtschaftsgebäude mit Kreuzgewölbedecken. Im Erdgeschoß und im 1. Obergeschoß befinden sich große Räume, u. a. eine Küche mit zwei toskanischen Säulen und der sogenannte Wappensaal, der bis 1988 für Konzertveranstaltungen genutzt wurde. Die Turmhaube musste aufgrund von Sturmschäden aus Sicherheitsgründen 1993 entfernt werden. Beachtenswert ist auch der große Hof mit dem relativ gut erhaltenem Schloßbrunnen.